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Battlemixer Stanton SA-5
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icon Battlemixer Stanton SA-5

mdk, am 12.02.2004

pfeilreihe
 

Der neue Battlemixer von Stanton ist der erste Mixer der alle Drehknöpfe durch Fader ersetzt hat. Ob der „Allies Allstar Beatdown Mixer“ wirklich weltmeisterlich ist, wie auf der offiziellen Website verkündet wird, soll im Praxistest herausgefunden werden.

Da steht er nun, der neue Mixer von Stanton. Schnell ausgepackt, den Vestax Mixer zur Seite gestellt und die Plattenspieler angeschlossen. Dabei springen mir schon die ersten drei Drehknöpfe ins Auge. Hieß es nicht es gäbe nur noch Fader statt Drehreglern auf diesem Pult? Auf der Rückseite des SA-5 können mittels Drehregler die Eingangssignale des Turntables, quasi als Phonovorverstärker, geregelt werden. Der dritte Drehregler ist der „Mastertrim“, der als zusätzlicher Lautstärkeregler für das Mastersignal fungiert. Ansonsten gibt es hier die üblichen Ein- und Ausgänge.

2 x Phono
2 x Line
2 x Master Output (Cinch und Klinke), 1x Rec Output,
1 x Headphone
1 x Session, bzw. 1x Mic

Praktisch ist der umschaltbare Session Input. Einerseits kann damit bei DJ-Team Sessions ein weiteres DJ-Set angeschlossen werden, andererseits kann aber auch ein Mikrofon angeschlossen werden. Beides gleichzeitig ist allerdings nicht möglich.



Auf der Oberseite, der DJ-Arbeitsfläche, ist dann tatsächlich kein einziger Drehregler zu finden. Die Gain-Regler für die zwei Kanäle, die 3 Kanal EQ´s, der Session/Mic-Regler, selbst die Line-Switches (die OS2 "Optical Scratch Switches" getauft wurden) sind Fader. Die Penny & Giles Cross- und Linefader haben einen Reverse-Switch und der Faderweg kann in drei Stufen reguliert werden, je nachdem ob man scratchen oder einen smoothen Übergang machen will. Überzeugend ist auch die Vorhörfunktion. Es gibt verschiedene Einstellmöglichkeiten. Die übliche links rechts Kombination, wo man entweder den linken, oder den rechten Plattenspeiler vorhören kann, beziehungsweise einen Mix aus beiden. In der „Master-Position“ kann das Endsignal abgehört werde. Eine Funktion, die ich mir schon oft auf meinem Vestax PMC-05 Pro gewünscht habe. Hier kann man ohne weitere externe Geräte (Mixer, Verstärker, etc…) sein Mastersignal hören, um zum Beispiel mit Kopfhörern zu üben, ohne die Umwelt damit akustisch belästigen zu müssen.

Auf der Vorderseite des Mischpults gibt es eine Ausbuchtung, um den Kopfhörer geschützt anstecken zu können. Eine gute Erfindung um sämtliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, denn so wurden ein paar Zentimeter gespart, die einem eventuell bei Routines behindern könnten. Es gibt zwei Kopfhörerbuchsen, einen großen und einen kleinen Klinkenanschluß. Im Frontbereich ist auch die „Kontrollzentrale“ für die Line und Crossfader, da hier die Faderkurven eingestellt werden, beziehungsweise mit einem LED dargestellt wird, welcher Fader reversed wurde und welcher nicht.

Fazit:

Um knappe 450 Euro kann man den neuen Stanton SA-5 „Allies Allstar Beatdown Mixer“ käuflich erwerben. Er ist damit etwas teurer als die „Klassiker“ von Vestax (PMC 05/06 pro). Trotzdem wartet er mit einigen zusätzlichen Features auf, die sicherlich positiv zu Buche schlagen. Besonders auffallend hierbei sind die einfach einzustellenden Fader, die per Regler sekundeschnell angepasst werden können. Die Penny und Giles Fader sind in gewohnt guter Qualität und wirken sehr massiv., was aber beim Scratchen nicht negativ auffällt. Nach der Testzeit von einer Woche war der Crossfader etwas schwerfälliger zu bedienen, jedoch ist das sicher leicht in den Griff zu bekommen, ist in der Bedienungsanleitung doch eine Schritt für Schritt Beschreibung, wie man den Fader säubert. Ein weiteres Schmankerl ist dem Mixer beigelegt: ein kleines Ölfläschchen (Waffenöl) zum Faderuning. Ein Pluspunkt sind auch die feinen EQ´s und Line-Switches in Faderausführung und die zahlreichen Ein und Ausgänge. So gibt drei Kopfhörerausgänge (kleine und große Klinke), symmetrische und asymetrische Masterausgänge und zusätzliche Session/Mikrofon Inputs. Leider gibt es auf dem Stanton SA-5 keinen einzigen Panregler, dies ist allerdings das einzige Manko, das hier angeführt werden kann. Im Großen und Ganzen ein „rundes“ Produkt, das man auf jeden Fall antesten sollte, wenn man vor hat in dieser Preiskategorie einen Battle-Mixer zu kaufen.

Vielen Dank an das "Friendly House", die uns das Testgerät freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.


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