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Texta - Paroli
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Texta
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icon Return of the funky old men

jizza, am 25.09.2007

pfeilreihe
 

Paroli/franz./ /nur in der festen Verbindung/ umg. jmdm., einer Sache P. bieten sich gegen jmdn., etw. mit gleicher oder übelegener Kraft zur Wehr setzen: dem Gegner, Angreifer, der gegnerischen Mannschaft P. bieten; dem Frost P. bieten

Willkommen in der Deutschstunde. Die Anfangszeilen erklären den Albumtitel von Textas Sextling: Paroli. Texta sind die letzten Überlebenden der ersten Welle deutschsprachiger Rapacts aus Österreich. Nach über 10 Jahren veröffentlichten sie vor kurzem ihr sechstes Album mit dem sie den Auswüchsen der Neuen Deutschen Rapwelle Paroli bieten wollen. Was das wörtlich bedeutet, erklärt die Wörterbuchdefinition oben, was das inhaltlich bedeutet, versucht dieses Review zu erklären.

Während Texta in den letzten fast 15 Jahren nicht nur sich selbst sondern auch ein Label mit zahlreichen oberösterreichischen Acts entwickelt haben, hat sich auch deutschsprachiger Rap entwickelt. Wer bei diesem Album etwas großartig oder revolutionär Neues erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Denn die fünf Linzer sind sich auch bei Album Nummer sechs treu geblieben: Die Beats sind mit der Zeit gegangen, die Raps (mal in Mundart, mal hochdeutsch) konzentrieren sich auf eine gesellschafts- und rappolitische Reflektion mit einem gewissen augenzwinkernden Maß. Bestes Beispiel dafür ist der Track "So Könnt's gehen", bei dem sie Realtität und Fiktion auf lustige Art vermischen. Bei "Pause Für Rebellen" und "Schaun!" (bei dem Attwenger den Feature-Part liefern) thematisieren sie die Abstumpfung und Anbiederung an die einfachen Dinge des Lebens.

 

 

Das kann manchmal sehr düster ausschauen, wenn der "Weltpolizist" angeklagt wird aber neben der Kritik gibt es auch positive Vorstellungen und Ideen wie z.B. bei "Ups & Downs" oder "Um Gottes Willen". Das könnte jetzt von ihren Gegnern als Hippie-Gelaber oder Studentenrap abgetan werden. Doch im Gegensatz zu diesen Gegnern haben Texta erkannt, dass das Leben nicht nur aus Ghetto und Hass besteht, wenn man sich die "Zeit" dafür nimmt.

Ein interessanter Track ist "Jugend Ohne Kopf" bei dem die alten Knacker (Texta) der Jugend Ratschläge geben und Vorwürfe machen, auf die die Jugend in Person von Average diese wieder retouniert (Textbeispiel: "Jung und alt schaffen es nie auf einen geistigen Nenner, denn wir sind die Waisenkinder Eurer Leichen im Keller)... auch eine Art Paroli zu bieten.

Die Zustände im HipHop-Biz werden auch auf einigen Nummern angesprochen. Major-Releases und Schimpftiraden sind für die Jungs "Überflüssig". "Der Letzte Schrei" ist für sie was anderes.

Das Album gibt es seit Mitte September auf Doppel-LP oder als CD mit inkludierter Bonus-DVD, die einen Mitschnitt des letzten Konzertes am Wiener Donauinselfest beinhaltet. Ein Snippet, von DJ Dan zusammengemischt, gibt es hier.


Kommentare

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klartext

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posted by Kensee
weiterer klassiker des österreichischen raps, und das sag ich nicht weil sie zu den urvätern gehören.....sondern einfach nur objektiv...perfekte scheibm