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Son Griot - Die Stufen zum Tempel
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Son Griot - Die Stufen zum Tempel
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[MS] Son Griot
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icon [Review] Son Griot | Die Stufen zum Tempel [CD, 2007]

Lou_E, am 16.03.2008

pfeilreihe
 

Das Dreiseenland bei Salzburg umfasst das Gebiet um den Mattsee, den Obertrumer See und den Grabensee. 3Seen ist aber auch das Label des Salzburger MCs und MundArt-Jam-Veranstalters Son Griot, der mit „Die Stufen zum Tempel" sein zweites Album präsentiert. Der 12 Tracks starke Tonträger befasst sich mit Respekt, Spiritualität und jeder Menge Liebe zur Sache.

Etwas nostalgisch beginnt die CD mit der zweiten Nummer „Leben & Frieden" (Rechtsklick + Speichern unter) feat. MSMC & MKS. Auf einem chilligen Beat und mit einer gmiadlichen Hook erinnert man daran, wie schnell doch die Zeit vergeht. Bei „Siddartha" (03) wird es etwas spiritueller: Che Rome & Son Griot hadern mit der Sinnlosigkeit des Lebens auf einem Beat mit einem netten, wenngleich auch etwas eintönigem Klaviersample. Ein Track, in dem es darum geht, weiter zu machen, obwohl ein Pessimist wohl dazu geneigt wäre, die Hook „Das Leben is a Gegna, der die niedaringa wü!" um „...und letztendlich gwinnt!" zu ergänzen. Erwähnenswert sind außerdem, der bereits auf DJ Farewest's Austrian Hiphop Sampler veröffentlichte Track „Mök die Kua" (Rechtsklick + Speichern unter), der schwer nach dem Sound der Twomorrow-Featuregäste MOZ und VS klingt, und die Nostalgie-Nummer „A Dedication" (05): Gitarre und die Frauenstimme harmonieren in Kombination mit einem chilligen Beat und machen den Track zur gmiadlichsten Nummer des ganzen Albums. Bei den zwei Versionen von „Soizburga Rap" ist eindeutig dem Dialekt Remix der Vorzug zu geben. Raptoar, Demolux, VS und Son Griot holen aus dem mit Game-Sounds besetzten Beat mehr raus als Griot, Thaiman und Don Leon aus Kartals Untermalung mit Cuts von DJ Zero. Die Idee zum Original-Instrumental ist nett, langweilt aber auf Dauer und die Kombination Griot, Thaiman, Raptoar & Demolux wäre vielleicht auch die interessantere gewesen. Respekt fordert der „Alte Hase" im an Guru's „Respect the Architect" angelehnten Titel „Architektn & Meista" (09). Das Instrumental, das entfernt an asiatische Tempelmusik erinnert, wirkt auf den Drums etwas flach und hinterlässt einen leicht unfertigen Eindruck. Den Bonustrack „I rap (und wos duasd du?)" zeichnet vor allem die markante Stimme von Miss Def aus, die auch den sehr simpel gehaltenen Beat zur Nummer beigesteuert hat.

Raptechnisch sowie musikalisch bringt Son Griot nichts wirklich Neues und dennoch einen soliden Tonträger zustande. Mag es inhaltlich nicht jedermanns Sache sein, liegt das wohl daran, dass „Opium für's Volk" nicht die Grundidee war, mit der man ans Werk gegangen ist. Bewältigung der Vergangenheit, Forderung von Respekt und spirituelle Führung dürften die drei Säulen dieses Tempels seins, den man getrost als Album für spezielle Stimmung bezeichnen kann. Erhältlich ist das zweite Album des Meisters über www.goalgetter.at.

Bewertung | 2,5 Sterne
Interpret | Son Griot
Albumtitel | Die Stufen zum Tempel
Jahr | 2007

Tracklist
01. Intro
02. Lebn & Friedn feat. MSMC & MKS
03. Siddharta feat. Che Rome
04. Die Faust im Wind feat. MKS
05. A Dedication
06. Mök di Kua feat. MOZ & VS
07. Soizburga Rap feat. Raptoar, VS & Demolux
08. What if? feat. VS & MKS
09. Architektn & Meista
10. A Poar Bars ... (Interlude)
11. Da Circle feat. Che Rome, MKS & SMC
12. Soizburga Rap feat. Don Leon & Thaiman
13. Osche & Staub
14. Outro
15. Hidden Track: I rap (und wos duast du?) feat. Miss Def


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