Auf eine sehr eigenartige Art und Weise vertreiben die Herren Bum Bum Kunst und Jack Untawega a.k.a. Sodom & Gomorrha ihre CD "Wo Kumama Denn Do Hi?". Das Ding gibt es in keinem Laden sondern nur über Streetdealer. Das Konzept erinnert Raptouristen, die die Staaten besucht haben, entfernt an den "Street-Corner-Hustler", der vor allem in New York an jeder Ecke zu finden ist. 200 Stück dieser Street-CDs sind nach kurzer Zeit schon im Umlauf, eine davon wird jetzt hier reviewt.
Nachdem die Jungs schon auf ihrer myspace-Seite dem interessierten Hörer ein paar Appetizer angeoten haben, war sehr schnell klar, dass die Beats anders sein werden, als die meisten Linzer Produktionen aus dem Hause Tonträger. Dancehall meets Down South and Jay Dee könnte man das ganze großteils nennen. Dadurch wird das ganze sehr schnell und statt kopfnicken ist wohl eher hüpfen oder tanzen angesagt. Vielleicht schaffen die Herrschaften das, was noch kaum ein Release aus Österreich wirklich geschafft hat: regelmässig in einheimischen Clubs gespielt zu werden. Kandidaten dafür sind die Tracks "Kriag", "Deswegen Samma Haas" und "Freeze". Das demnächst erscheinende und auf Tak.One.Does-Label "Low Tech Recs." erscheinende Vinyl wird wohl dazu sicher beitragen.
Raptechnisch gibt es dem aufmerksamen Leser dieser Seite eigentlich nicht viel neues zu berichten. Jack Untawega a.k.a. Tibor Foco a.k.a Marquee ist gewohnt angriffslustig von dem sich Herr Kunst bei dieser Scheibe gerne anstecken lies. Bei den Tracks "Kan Dunst" und "Desisades" nehmen sie Stellung zu diversen eher wenig geglückten Dissversuchen im hiphop.at-Forum, wobei sie sich nur auf Nebensätze beschränken.
Zwei Bekannte findet man auch: Da ist die schon am am Kunst-Soloalbum erschienene "Hupf Ind He"-Nummer und der Track mit - dem mittlerweile nach Berlin ausgewanderten - RAF von Family Bizz namens "Bees".
Was allerdings negativ anzumerken sei, ist die Trackanzahl. 12 Tracks, von denen zwei schon auf anderen CDs waren und ein paar schon über myspace gezogen werden konnten, sind bei solch kreativen Leuten für eine CD einfach zu wenig. Vielleicht hätte man noch ein paar Monate warten sollen und dann dafür 16-20 Tracks auf die CD packen sollen. Um es im Konsumentendeutsch (was den Protagonisten sicher nicht passen wird) zu sagen: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis passt nicht und bringt Punktabzug.














