Mek MC ist seit über acht Jahren als Rapper, Producer und Songwriter tätig.
Nach „Tiefsinn im Text" (2004) und „Es wird Zeit für Metanoia" (2006) folgt nun die EP „Vom Streben nach Glück".
Sie ist sechs Tracks lang mit Produktionen von unter anderem Shuko, Sensay und Tony Stone. H-PEH der auch nicht unbekannt sein dürfte, hat sie anschließend gemastert.
Da er so klares Deutsch rappt, muss man erst nachlesen, dass Mek aus Kärnten kommt.
Da "Metanoia" soviel wie "Veränderung des Denkens" bedeutet, könnte der Kärntner Rapper mit der Ansage, in
Bezug auf die derzeitige Entwicklung im Hiphop recht haben. Mek MC versucht der Hörerschaft positiven Input zu vermitteln. Er präsentiert sich beim ersten Track, der den selben Namen trägt wie die EP, als optimistischer Versteher seiner Hörer und Johnny Palmer versucht singend Mut zu machen. Der Beat ist wie die restlichen dieser CD ziemlich seicht.
Bei „deutlich gläubig" rappen der Ami Braille und Mek über, eh klar, ihre Gläubigkeit und versuchen sich gleichzeitig von der Schublade „Christenrap" zu befreien. „Was du glaubst wird für dich wahr sein".
Der fünfte Track ist ein Partytrack und damit klarerweise clubtauglich. Mek fordert die Crowd dazu auf, die Arme zu bewegen und macht sich über Personen lustig „die nur so dastehen". Mit „Ich kann nicht tanzen, doch versuch es zumindest" setzt er einen Appell an die harten, versteiften HipHop-Fans dieser Zeit.
Der Letzte Track „Nur Musik" ist meiner Meinung nach der Beste von ihm. Der Kärntner rappt nackt auf der gespielten Gitarre von Martin Moro. Dieser Track steht weit über den restlichen, auch wenn man spürt, dass Mek auf dieser EP versucht hat, möglichst abwechslungsreich zu sein.
Die Gitarren-Rap-Sache ist zwar nicht unbedingt revolutionär aber in diesem Fall der perfekte Abschluss. „Ich lass sie reden von wegen Rap ist nur noch Clubmusik, in dem es nur noch Hater oder Nutten gibt"
Das Gefühl, das mir die Tracks davor fehlte, kommt hier bei diesem umso stärker an. Die generell positive Einstellung, sei es zum Leben, Gott oder der Musik ist von Beginn der CD an bemerkbar. Doch hier, fühlt es sich so an, als würde Mek endlich aus sich herauskommen und 100 Prozent authentisch wiedergeben was ihn bewegt. „Nur Musik" mögen die harten Kameraden etwas cheesy finden, ich kann ihn mir allerdings zehnmal hintereinander anhören, ohne wahnsinnig zu werden.
Fazit, diese EP hat relativ hohes Chart-Potential, doch ist wohl eher für den deutschen Markt konzipiert. Die 100% Österreichischen HipHop-Fans werden sich wahrscheinlich weniger angesprochen fühlen. Dennoch muss man sagen, dass die EP abwechslungsreich ist und Mek MC ziemlich sympathisch rüberkommt.


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