image
spacer
Bookmark and Share
spacer
Cyko City Mobb - K.O. System
spacer
image
spacer
Cyko City Mobb - K.O. System
spacer
grau
spacer
image
spacer
spacer
image
spacer
image
spacer
Deine Meinung zu "K.O. System"?
sehr gut
gut
mittelmäßig
schlecht
sehr schlecht
spacer
image
spacer
image
spacer
Aufteilung bei 41 Stimmen
sehr gut 61 %
gut 0 %
mittelmäßig 2.4 %
schlecht 0 %
sehr schlecht 36.6 %
spacer
image
spacer
image
spacer
Alle News anzeigen
spacer
Alle Mediareviews anzeigen
spacer
Alle Eventreviews anzeigen
spacer
Alle Techreviews anzeigen
spacer
Alle Gossip anzeigen
spacer
Alle Gewinnspiele anzeigen

mediareviews
spacer spacer

icon Cyko City Mobb - K.O. System

contraband, am 03.12.2007

pfeilreihe
 

Es gibt Rap. Es gibt lustigen Rap (siehe K.I.Z). Es gibt unfreiwillig lustigen Rap. Und dann gibt es da noch Rap, der in keine dieser Kategorien fällt sondern...aber ziehen wir den Schluss nicht gleich am Anfang.


Cyko City Mobb, bestehend aus den drei Mitgliedern Don Leon, MCP und 8Dime legen hier mit K.O. System ihr zweites Album nach "Blackjack" vor - laut Don Leon's Myspace schon 2006 veröffentlicht, allerdings war der Moment in dem ich die CD zum reviewen in die Hand gedrückt bekam der erste überhaupt in dem ich diesen Namen gehört habe. Um doch vorzugreifen: Jeder, dem es ähnlich geht hat meiner Meinung nach nichts verpasst, im Gegenteil. Aber gehen wir ein wenig näher aufs Album ein: 18 Titel umfassend, davon Intro, Outro und zwei Skits. Ergibt 14 Tracks auf denen die Jungs aus Salzburg ("SBG", wie man es heutzutage anscheinend der Realness wegen nennen muss, aber das kennen wir ja schon aus diversen youtube Videos und dem Sandkastenkrieg hier im Forum wem die Mama das schönere Schauferl gekauft hat) uns ihre Version des "Rapgames" näherbringen.

Was das Album prägt sind die durchwegs sehr ähnlich klingenden Synthiebeats - auch wenn man da eigentlich bei mir schnell offene Türen einrennt, hier fehlt dann doch die Expertise - auch, weil die Klangqualität öfters zu wünschen übrig lässt, zumindest die Stimmen sollten doch passend abgemischt und nicht zu leise sein.
In die Aufmachung des Albums wurde anscheinend auch ein wenig mehr Zeit investiert - herausgekommen ist dabei ein Cover und ein Booklet mit Einzelfotos der drei Herrschaften (sogar ein wenig auf Hochglanz getunet), welches auf den "harten" Eindruck den diese vermitteln (wollen) gut abgestimmt wurde. Namebelt hochhalten, mit dem Zeigefinger auf den Betrachter deuten (und hoat schauen, natürlich) sowie Ketterl und mir nicht näher bekannte Handgesten präsentieren inklusive. Das ganze in Grautönen gehalten, ich nehme mal an weil das den beabsichten 'Street Flavour' besser vermitteln sollte. Achja, die Sonnenbrillen sind auch nicht schlecht, nur geht da halt der Eindruck des Gangsterblickes verloren (höhö). Alles in allem: Äußerst Hiphop, das Ganze!

Widmet man sich nun dem Inhalt des Albums genauer wird man zuerst einmal von einem Jean-Claude van Damme Sample begrüßt (aus "Bloodsport"?), der einem zur Einstimmung ein wenig über 500 Straßenkämpfe erzählt. Es muss unvorstellbar ruff zugehen auf den Straßen Salzburgs denkt sich der Hörer, und das wird ihm dann auch auf den folgenden Tracks gerne und oft erzählt, für mehr Inhalt hat es dann allerdings anscheinend nicht gereicht. Da auch die Rapskills der drei Herrschaften bestenfalls technisch solide, vom Einfallsreichtum der Themen und der Reime aber eher nach "wir haben nichts zu erzählen, tuns aber trotzdem" klingen bleibt nicht viel über um den kritischen Hörer zu beeindrucken - aber gehen wir doch noch ein wenig ins Detail.

"Zeig Respekt" handelt gleich zu Beginn einmal davon, dass man den drei Herrschaften gefälligst selbigen erweisen sollte. Nicht schlecht, vor allem am Anfang eines Albums komplett unbekannter Rapper! Ich dachte immer, Respekt müsse man sich verdienen, aber der kommt anscheinend von selber wenn man den Cyko City Mobb repräsentiert - vor allem mit Lines wie "Fick euch durch wie einen nassen Fetzen" (?????). Da hat "Seht wie wir in Mösen pudern, wir sind jetzt die größten Luden" doch noch mehr Street Credibility vermittelt, aber aufpassen dass die Mama nicht hört was für Musik man da produziert!

"Alboom" macht uns vertraut mit dem langwierigen Entstehungsprozess vertraut "recorded in drei Wochen" und der internen Qualitätskontrolle: "Hier ist unser Album, also friß oder stirb". Hmmm...naja, solange ich es nicht nochmal hören muss...

"Fäuste in die Luft" erzählt uns wie "die Streets bangen" und die Jungs "mit ihren Gees hängen" - wo und warum wird nicht näher erläutert, ist aber auch nicht nötig. Hier wird einem auch einer der vielen Zweckreime präsentiert: "kommt sich real vor" auf "Zielrohr" und ähnliche Spompanadln.
Ansonsten darf der geneigte HipHopper gerne der Aufforderung nachkommen: "Hebt die Fäuste in die Luft und schreit dann: Fick die Welt!" Definitiv ein Burner auf der Jugendzentrumbühne.

"K.O. System" bringt dann auf einem Beat, der wie die verlangsamte Version eines 08/15 Trance Tracks klingt die ganze Härte der Formation näher - hätte ich nicht im ersten Titel des Albums gehört das das "hier kein Ghetto ist" hätte ich es dann doch fast Angst bekommen...fast. Der dritte Part ist außerdem nur schwer zu verstehen - wäre dies ein Album welches ich gut finde, hätte mich das gestört. Eine vierte Woche Produktionszeit zu investieren hätte da nicht geschadet.

"Man hasst uns" zeichnet sich neben der abermals mangelhaften Klangqualität dann vor allem durch die Eingangsline "Ihr könnt uns nicht das Wasser reichen wie Kinder in der dritten Welt" (Respekt Jungs, wenn schon politisch korrekt dann ordentlich!) und die überzeugte Ansage "Rap ist mein Reich, Fotzen!" aus. Da bleibt nichts mehr zu sagen!

"Ein starkes Team" lässt den Hörer zuerst fast vor Neid erstarren, welchen Reichtum die drei Hustler aus Salzburg mittlerweile durch das Rapgame schon angehäuft haben müssen: "Haben jetzt Markenjeans und den Gewinn in den Taschen". Oida. Markenjeans! Man merkt, hier sind "echte Männer am Track, die nicht nur den Harten mimen".
Wäre mir nie eingefallen das zu behaupten - spästens jetzt nicht mehr.

"Kurzer Prozess" zeigt, wie man zum Bedienen des Reimschemas auch immer schön simple englische Wörter, die sich gut in den HipHop Kontext fügen verwenden kann. Es wird fröhlich auf "rich", "cunt" oder "fist" gereimt (was gleichzeitig eine 1A Inhaltsangabe ergibt und mir mehr Geschreibsel erspart).

"Fahr auf Chrom" ist wieder einmal klangtechnisch ein wenig schwer verständlich und, was auch öfters passiert, leiser als der vorhergehende Track. Aber, drauf geschissen, wer braucht schon vernünftiges Mastering wenn man "jeden Tag mit den Homes durch die Stadt" cruisen kann? "Das ist für Gangster in Jeeps und Cadillacpimps", wie sie auf den Straßen SBGs ja bekannterweise in Legionen unterwegs sind- und die Dorfjugend auf der Vespa freut sich sicher auch.

"Von wegen relaxt" zeigt mit, dass SBG anscheinend ein verdammt düsteres Pflaster ist - so düster, dass auch endlich eine "die Kinder weinen" Line her muss, das hat auf dem Album sowieso noch gefehlt. Und ehrlich gesagt, mich wundert es nicht dass die Kinder weinen - und wer jetzt meint dass liege am Album selbst, oh nein! In SBG gibt es schließlich nur "Hass und Krieg" zwischen den "kalten grauen Mauern".

"Kampfbereit" schlägt in die ähnliche Kerbe - Anscheinend staut sich nicht nur in Compton, sondern auch hierzulande so einiges auf, was dann natürlich auf den "Straßen" rausgelassen werden muss - zum Glück hat man ja noch die Homies, die einen beim Stress supporten.

Auf "Crunk City" erreicht dann das Niveau einen neuen Tief- und die Peinlichkeit einen neuen Höhepunkt. Nur soviel sei gesagt, und da kann ich zu meiner größten Freude eine perfekt passende Line aus dem Track selbst nehmen: "Ihr seid Gangster höchstes im Vergleich zum Micky Mouse Club".
Ein lichter Moment der Selbsterkenntnis?

"Backdafuckup" lassen wir mal aus und gehen gleich über zu "Bis zum Ende": Hier besingen unsere Hustlergees ihre HipHop-Homiefreundschaft, an Platitüden und billigen Metaphern herrscht hier natürlich auch kein Mangel. "Ich stütz dich so wie Krücken" wird nur getoppt von dem 100% "Original" eingespielten Knastanruf a la "He Alter, ich sitz im Häfn, hol mich hier raus - Klar Bruder" (oder wars "Homie"? Egal).

Fazit: Respekt an die Jungs aus SBG, die in ihrem Alter anscheinend schon den gesamten Lebenslauf eines schwer struggelnden Gees aus den Salzburger Projects hinter sich gebracht haben. Es scheint, als hätte ich den harten Hustleralltag in österreichischen Provinzhauptstädten unterschätzt - aber man lernt ja nie aus!


Kommentare

Um einen Kommentar eintragen zu können, melde dich bitte mit deinem Login und Passwort oben über dem Menü an! Falls du noch nicht registriert bist, kannst du dies hier kostenlos und unverbindlich tun.

!!!!

spacer

posted by GrazCrime
und ich hab die typen noch nie gehört aber fast 60 prozent finden die typen gut also können sie garnicht so grottenschlecht sein wie du pisser behauptest nur weil du Bonzenkind von mama und papa studium bezahlt bekommen hast und jedes jahr ins hip hop camp fährst brauchst du nicht glauben das du jetzt irgendne ahnung von den strassen hast was dort los ist oder was nicht !! Biatch

!!

spacer

posted by GrazCrime
Schlimm die schlechteste review die ich jemals gelesen habe du solltest dich schämen weil du denkst du bist ein redakteur würdest du für eine grössere zeitschrift oder ähnliches schreiben wärst du jetzt deinen job los sowas von unsachlich Du tust so als würdest du sie kennen wissen das sie keine G´s sind ich wette die kacken dir in die fresse wenn du ihnen deine meinung ins gesicht sagst vl auch nicht aber wissen kannst dus nicht so wie du tust sachlich bleiben du sackratte oder job wechseln ! solche reviews braucht kein mensch

super...

spacer

posted by Steez aka Vollfetto
review... finds auch ok alles zu reviewen... so erfährt man wenigstens was drüber ohne sichs selbst antun zu müssen...

Ach...

spacer

posted by contraband
...die Alternative für ein ehrliches Review wäre gewesen: "Das schlechteste und peinlichste österreichische Rap-Release welches ich je gehört habe".

Nachdem ich mir aber das ganze Album antun musste gehören solche Erfahrungen dann auch dementsprechend verarbeitet. Ausgleich.

geil,

spacer

posted by Bers 2004

jaja

spacer

posted by johvi
ich finds auch schlecht. und uninteressant. und überhaupt... das ist 1A. muss ich nochmal lesen. :D

eigentlich hättest du gar keinen Künstlernamen und Albumtitel drüberschreiben müssen. Ich glaube genau dasselbe hat sich jeder von uns in den letzten 3 Jahren mal bei 1, 2 Scheiben gedacht... backdafuckup >.<

freu mich auf dein nächstes review :D

finde

spacer

posted by Mistah Zu!
das passt schon, wenn auch unbekannte sachen reviewt werden. Der Leser kann dann eh durch die Sternbewertung auf einen Blick erkennen obs für ihn relevant zu lesen is oder nicht.
Ich finds aber nicht gut, wenn man bei nem review nicht sachlich bleibt und die Reviewten lächerlich macht. sowas gehört in Foren und nicht in die Review Sektion.

frage

spacer

posted by Burnee
warum reviewt man ein album das keine sau kennt?
nur ums komplett zu verreissen?
damits bekannt wird oder was?

wen interessiert sowas????

AW:

frage

spacer

posted by Lou_E
  ich frage mich, warum man nur cds bekannter crews reviewen sollte??? was is das für eine logik? gereviewed wird, was geschickt wird (sofern sich jmd. dafür findet, der seine kostbare zeit schlechten scheiben widmet).

AW:

frage

spacer

posted by Burnee
  klar kann ma alles reviewen, wozu is eine plattform sonst da ...
aber dieses review - auch wenns witzig geschrieben is - bringt halt keinem irgendwas
außer wir sind jetzt im literarischen hiphop quartett
was solls