Branko Jordanovic ist einer der umtriebigsten Beatbastler des Landes. Mit "Gumbo" bringt er am 22. Februar sein erstes Soloding über das Wiener Label "Supercity" (hat auch schon das Apollo Gold-Album veröffentlicht) auf den Markt, das 40 Tracks umfassen wird. Branko Jordanovic? Bekannt ist er in HipHop-Kreisen unter seinem Künstlernamen "Brenk". Seine Produktionen findet man auf Tonträgern von Kamp, Deph Joe, MAdoppelT, Sheyla J, De Wieners, Ausgleich oder auch Nico Suave. Da er aber wie ein Besessener Tag für Tag an neuen Beats bastelt, gibt es so ein großes Reservoir, dass diese 40 Track-CD nur einen kleinen Überblick über sein Schaffen bieten kann.
Gumbo ist der größte Beitrag Louisianas zur amerikanischen Küche. Teils Suppe, teils Eintopf besteht es aus Fleisch, Fisch oder Meeresfrücheten mit einer Sauce. Das ganze wird über Reis geschüttet und sollte gut gewürzt sein. Was sagt das über Brenks gleichnamiges Album aus? Der Mann ist vielfältig und beweist Geschmack auf vielen Ebenen. Seine Samples holt er sich sowohl aus 60er und 70er Soul- und Funkscheiben als auch aus Westcoast-HipHop-Tracks, dazu kommen dann noch ein paar elektronische Einflüsse und Gumbo a la Brenk ist servierfertig. Ein schöner Eintopf eben.
Die Beats und Loops sind - wie auch die dazwischen auftauchenden Interludes - gut und ordentlich ausproduziert und bieten einen feinen Überblick über Brenks Skills. Diese CD wird wahrscheinlich nicht der Chartstürmer bietet aber Brenk eine hervorragende Möglichkeit mal in den Vordergrund zu treten und Werbung in eigener Sache zu machen, sozusagen eine musikalische Visitenkarte. Sein Ruf eilt ihm aber schon voraus: Erste Anfragen aus den USA sind mittlerweile eingelangt. Nachwuchsrappern bietet die CD die Chance ihre Skilss über ein weites Spektrum an Beats zu trainieren. Was diesem Album aber eindeutig fehlt, sind die Raps.
Gumbo kosten, kann man mit diesem Snippet.













