Es gibt was auf Ohren - und zwar von einem österreichischem Urgestein: A Geh Wirklich. Der Wiener aus den Reihen der Rooftop Clique ist mit seinem 2ten Solo Album am Start. "Samma uns ehrlich" nennt sich der Longplayer.
"22 Oage Tracks, orge Producer und orge Features" steht auf der Website von A Geh und es wird nicht zuviel versprochen. Wenn man das Album das erste Mal hört ist es ganz einfach den "orgen" Flavour zu erkennen und zu verstehen. A Geh bringt ehrlichen Mundart Rap mit dem typischen Wiener Schmäh und Dialekt...
Bei "Monchmoi (Feat. Terry Chladt)" geht's zum Beispiel um eine Begegnung mit Kukident und dem was man dahinter vermutet. Eine sehr lustige, coole Nummer, die einen öfters zum Schmunzeln bringt.
A Gehs ernstere und politische Seite zeigt der Song "Ana zoid Imma". Hier wird das Thema Neonazis aufgegriffen und sehr realitätsnah beschrieben, denn leider scheint's in unserer Hauptstadt noch sehr viele alte Nazis zu geben, aber das ist eine andere Geschichte...
Die typischen HipHop Dinger dürfen natürlich auch nicht fehlen: bei "DJ/MC" wird die Rolle des DJs im HipHop berappt, aber natürlich auf A Gehs eigene, schmähreiche Art.
Features gibt's natürlich auch einige: bei "5 MCs" wird an der Seite von Sheyla J., Ankerbau Crew und Phil Fin kräftig represented. Auch am Album vertreten sind: Fuchs MC, Firefinger, DJ B-Chill, Cloud Tissa und noch einige mehr.
Textlich ist das Album ausgewogen und sehr homogen. Ausgezeichnet durch ein breites Spektrum an Beats werden Partykracher, ernste Themen, Representer Songs und einiges mehr geboten. Inhaltlich kommen alle Nummern ehrlich rüber, was sehr zur ganzen Stimmung des Albums beiträgt. Man spürt, dass es sich um ein vollendetes Werk handelt und nicht nur um eine Aneinanderreihung von Songs.
Einziges Manko: die Beats sind soundtechnisch nicht ganz auf der Höhe der heutigen Zeit und man hätte da sicherlich noch mehr rausholen können. Das ändert allerdings nichts an dem durchwegs positiven Eindruck: ein gutes, ehrliches Album. Nicht nur HipHop-afine werden dieses Album gut finden, sondern auch Leute, die auf den Wiener Schmäh stehen und diesen verstehen.


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