Sean "Püüü" Price, Black Milk und Guilty Simpson, die New York/Detroit Supergroup "Random Axe" verirrte sich in eine vollgepackte Kapu um ihr selbstbetiteltes Album vorzustellen. Hiphop.at fragte nach!
J: Randome Axe, es ist heute euer erstes Mal als Crew hier in der Kapu in Linz. Was wisst ihr über Österreich oder Linz?
SP: Ich weiß überhaupt nix über Österreich. Ich war ein paar Mal hier und habe vor ein paar Jahren coole Sneakers im Footlocker hier gekauft. Ich glaube Arnold Schwarzenegger und Hitler sind von Österreich. Das ist alles was ich weiß.
J: Hitler ist übrigens 20 Minuten entfernt von hier aufgewachsen. Wir sind nicht gerade stolz darauf.
SP: WOW!
J: Ihr habt euer Album “Random Axe” am 14ten Juni 2011 rausgebracht. Erzählt mir doch bitte was seitdem geschehen ist! Tours, Reviews, Feedback?!
SP: Das ist unsere erste Tour als Crew, wir haben viele Einzelkonzerte vorher gespielt und uns gut eingespielt. So far so good. Ich genieße die Reiße. Wir sind beschäftigt. Black (Milk) ist quasi der Quarterback des Sets. Ich liebe es.
J: Wie waren die Kritiken und Reviews?
BM: Es gab eine Menge Reviews. Das Feedback der Leute gab uns das Gefühl, dass sie ein solches Album vermisst haben bzw. hören wollten. Etwas das roh aber noch immer “fresh” klingt. Das lieferte dieses Album.
SP: Das Einzige was mir zu Ohren kam, was auch gar nicht schlecht ist, war, dass das Album zu kurz ist. Wenn es dir zu kurz ist dann hör es dir doch einfach nochmal an.
J: Das wäre auch schon meine nächste Frage gewesen. War es Absicht das Album mit einer Spiellänge von ca. 40 Minuten relativ kurz zu halten?
SP: Mach es um die Hälfte kürzer aber bring es auf den Punkt. Lass all den Bullshit raus.
BM: Es bringt nichts eine Menge “Filler” hineinzustopfen. Wir bringen es schlicht auf den Punkt. Es ist was es ist. Viel mehr Alben sollten unter 12 Songs sein.
SP: Ja, wenn es dir zu kurz ist spiel es nochmals ab.
GS: Viele dieser langen Alben haben eine Menge “Filler” drinnen nur um eine gewisse Spielzeit zu erreichen. Je kürzer das Album ist, desto höher ist der “Wiederspiel” Wert. So habe ich gefühlt. Ich denke wir haben genug für die Leute. Wir leben in einer Internet Ära. Als wir über das Album das erste Mal sprachen wollten sie es schon am nächsten Tag hören. Früh darüber zu sprechen, um die Leute ungedulgig zu machen, ich denke das Album ist zur richtigen Zeit rausgekommen.
J: Black Milk, du hast jeden Beat auf dem Album produziert. Was kannst du uns über den Produktionsprozess erzählen? Waren die Rapper Sean und Guilty auch an der Entstehung beteiligt?
BM: Es war einfach. Sean kam nach Detroit für eine Woche und nahm seine Verse auf. Ein Monat später kam er nochmals für vier Wochen, um noch mehr aufzunehmen. Er macht was er macht. Ich habe gar nicht versucht ihn dabei zu leiten oder irgendwohin zu führen. Ich wollte nur das er macht was er am Besten kann und ich mache meinen Job als Produzent, es gut zu organisieren, dass es sich danach auch gut anhört. Das habe ich gemacht. Viele der Beats sind Remixes von Originalen auf denen sie gerappt haben. Es war einfach und hat gut funktioniert.
J: Lass uns über die Features auf dem Album sprechen. Sind Roc Marciano und Melanie Rutherford Freunde von euch oder wie sind diese Features enstanden?
SP: Ich habe Melanie Rutherford noch nie in meinem Leben getroffen. Sie ist von Detroit. Das war alles schon fertig auf dem Beat. Ich wollte eigentlich gar keine “Chicks” auf dem Album. Aber es hat einfach perfekt gepasst. Das ist einer meiner Lieblingstracks auf dem Album. Roc Marciano ist unser Homie. Als ich Chewbacca gemacht habe, fühlte es sich so an als würde ich fast wie er flowen also machte es nur Sinn ihn darauf zu geben. Rucc ist mein Partner. Trick Trick ist der Homie aus Detroit, er hat eine sehr starke Präsenz mit seiner Stimme. Es hat einfach alles gepasst. Danny Brown ist ein Newcomer aus Detroit.
Flip (Texta) schaltet sich in das Gespräch ein: Wer hat Chewbacca in dem Video gespielt, warst das du Black Milk, weil du bist ja nicht im Video zu sehen?
SP: Nein das war ein Praktikant von Duck Down Records. Großen Respekt an ihn, da es sehr heiß war und er musste mit diesem stickigem Kostüm herumlaufen. (Gelächter)
BM: Ich habe meinen Flug verpasst für das Rock the Bells Konzert. Ich wäre im Video gewesen aber habe meinen Flug verpasst. Ich war nicht Chewbacca, das war Duck Down Personal.
J: Ich habe gelesen, dass du Kraftwerk, Gary Numan und J.Dilla als deine Einflüsse nennst und, dass du eine elektronisch-zentrierte Sensibilität für Musik hast. Stimmst du dem zu?
BM: Also ich kann mich nicht mehr erinnern, dass ich das gesagt habe. Aber: Okay. (Gelächter) Ich mache einfach die Musik die ich mag. Egal welches Genre oder Artist. Mein Zeug ist sehr stark samplebasiert. Also suche ich in einer Vielzahl von Platten. Verschiedenste Stile oder Zeiträume. Wenn es gut klingt werde ich es zerschneiden und samplen. Es gibt keine Grenzen.
J: Es gibt nicht sehr viele Crews die aus Mitgliedern von New York und Detroit bestehen. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?
GS: Ich kannte Duck Down und Heltah Skeltah schon als ich in der High School war. Ich habe immer verfolgt was Sean gemacht hat, Jesus Price Superstar, Master P. Es hat einfach Sinn gemacht, er brachte eine Form von Hip Hop die ich nie verlieren wollte. Ich will nicht sagen, dass sein Zeug Throw Back war, aber er hatte einen gewissen Thow Back Stil in seinen Reimen. In der Zeit als Jesus Price rauskam gab es eine Übergangsphase von Stilen und Songs. Echten Kontent und sich zu Fokussieren auf die Reime war ein Prinzip dem ich in meiner Musik immer gefolgt bin, deswegen war es eine leichte Verbindung.
J: Ich wünsche euch eine tolle Show in der Kapu und noch viel Spaß auf Tour. Letzte Worte?
SP: Ich spreche zuviel.
GS: Randome Axe.
BM: Album steht in den Läden, kauft es euch. Random Axe.
SP: Wir haben auch Caps und Shirts, Kauft sie euch!












