Mit ihrem Debüt „Des Kaisers neue Eier" wollen die Selfmade-Jungs von 3MinutenEi zum feiern animieren und sich unters Österreichische HipHop-Volk mischen. Mit hiphop.at sprachen Skizzo, Kid Cosmo, Valium Valentin und DJ Addy F über ihre Schaffensperiode und setzten ein Zeichen dafür, dass das Mühlviertel nicht nur mit Granit in Verbindung gesetzt werden sollte, sonder durchaus auch HipHop-technisch etwas zu bieten hat.
Wie seid ihr auf den Namen „3MinutenEi" gekommen? Esst ihr eure Frühstückseier nur wenn sie drei Minuten lang gekocht wurden...?
Ein Homie, der uns am Anfang supportet hat ist irgendwann mit einer Liste von 200 oder 300 Namen gekommen. Irgendwann haben wir dann unsere Köpfe zusammengesteckt und etwas Passendes ausgewählt, das die Zahl Drei enthält.
Aber eigentlich seid ihr doch zu viert...?
Zu dem Zeitpunkt als wir unseren Namen gewählt haben, hatten wir noch nicht darüber nachgedacht, dass wir vielleicht so etwas wie einen DJ brauchen. Wir sind also zu viert, aber mit unserem Namen kann man auch die Länge unserer Tracks auf dem Album „Der Kaisers neue Eier" in Verbindung setzten. Keiner davon ist unter drei Minuten lang.
Wie lange gibt es euch in der aktuellen Formation schon?
Seit 2007, wir kommen fast alle aus Pregarten (Mühlviertel), wo sich in den letzten Jahren eine kleine HipHop-Szene entwickelt hat und wir auch unsere Anfänge gefeiert haben. Zwei von uns studieren an der FH in Hagenberg, dort haben wir auch den Großteil unseres Albums aufgenommen.
Wie ist das Album entstanden?
Bei glorreichen Kreativsessions, die viel mit Bier zu tun hatten. Wir haben zwei Jahre an dem Album gearbeitet. Wir sind ja keine Vollzeitrapper und Selfmade ist auf jeden Fall der Grundgedanke von 3MinutenEi, denn wir machen unsere Beats selber und schreiben auch die Texte.
Woher kommt die Inspiration für eure Texte?
Das ist schwer zu sagen...man sieht sich etwas an, hört oder liest etwas und dabei denkt man sich: "da will ich jetzt auch meinen Senf dazu geben". Es sind Sachen, die einem so im täglichen Leben passieren oder begegnen, die zu einem Denkanstoß werden können.
Warum rappt ihr auf Hochdeutsch und nicht im Dialekt?
Es gibt mittlerweile genug Leute, die Mundart machen. Außerdem sind wir es gar nicht anders gewohnt, da wir mit Hochdeutsch alle irgendwie auch angefangen haben und auch unsere Texte so schreiben.
Was haltet ihr persönlich von der österreichischen HipHop-Szene?
Es ist so wie es Kamp mal gesagt hat: Man muss es erst außerhalb Österreichs geschafft haben, um in Österreich akzeptiert zu werden. Das ist sehr schade. Wir feiern auf jeden Fall so Leute wie Average.
Was ist mit heimischem Street-Rap à la Nazar?
Ganz ehrlich verfolgen wir das gar nicht. Irgendwie sind ja auch in der deutschen HipHop-Szene so komische Richtungen aufgekommen, so etwas wie die Aggro-Sachen haben für uns mit HipHop nichts zu tun. Es gibt derzeit auch viele dieser Kommerz-Tracks, die wir zwar im Club feiern, doch zu Hause so was hören - funktioniert gar nicht.
Also findet ihr den Stream, der HipHop wieder „back to the roots" führt und wieder näher an die elektronische Musik?
Auf jeden Fall, es ist ja nicht nur die elektronische Musik, sondern viele andere Richtungen aus denen HipHop sich zusammensetzt. Das ist genau das worum es geht, viele verschiedene Sachen zu verwenden und aus denen dann was ganz eigenes zu kreieren.
Was wollt ihr denn mit eurer Kreation „Des Kaisers neue Eier" erreichen?
Eigentlich ist es unser Ziel um die Häuser zu ziehen, zu feiern und Leute mitzuziehen, die auf der gleichen HipHop-Welle sind wie wir. Am liebsten würden wir überall spielen.
Wo kann man euch denn demnächst live mal erleben?
Am 12. November bei der Tauwetter Release Party @ Badeschiff Wien, am 20. November bei der Daraja Soliparty in der Stadtwerkstatt in Linz und am 4. Dezember im Populorum in Bad Zell/OÖ.








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