...war die Stimmung trotz minutenlanger WU-WU-WU-WU-Sprechchöre beim ersten Österreich-Gig des frischesten Wu-Sprößlings, Cappadonna, am Samstag. Wieso das umstrittene zehnte Mitglied der wohl bekanntesten Combo im HipHopBiz große Mühe hatte, die Kühllagerhausstimmung im Pepsi Music Club ins Gegenteil zu wandeln erfahrt Ihr hier...
CLAN IN DA FRONT
Die Vorraussetzungen dafür, dass Mr. Controversial Cappadonna aka Cappucino, jüngstes und wegen diversen Gerüchten um Manager-FBI-Verwicklungen umstrittenstes Wu-Tang Mitglied den PEPSI MUSIC CLUB füllen und rocken würde, waren ja durchaus gegeben, aber dass es doch anders kommen würde, als es sich der Durchschnitts-Wu-Banga gedacht hätte, hat wohl niemand erwartet.
Und so sehr sich der Real-Life Brooklyn – Gangsta, seines Zeichens Ex-Zuhälter, mittels teils neuer Tracks aus seinem neuen LongPlayer „Ying And The Yang“ und teils alten Burnern wie „97 Mentality“ oder „Milk The Cow“ auch bemühte, bis auf ein kurzes Zwischenhoch mit den vorher genannten WU-Sprechchören kurz nach seinem Erscheinen auf der Bühne blieb die Stimmung der Kühllagerhalle des Pepsi Music Clubs entsprechend, sprich zwischen 10 und 15 Grad Celsius, und zwar aus folgenden Gründen:
a)Wenn eine Halle, die normalerweise 1800 Personen fasst, mit einer Menschenmasse von ca. 5 Schulklassen gefüllt wird, ist es nicht schwer, sich auszumalen, wie sich die Stimmung und auch die Temperatur entwickelt...
b) Mit dieser exorbitanten Stimmung und den wirklich untragbaren Soundverhältnissen hatten die etwas laschen Vorgruppen „Dioptrin“ und „Lenny“ zu kämpfen, ganz im Gegensatz zu der „Symbiose“ die trotz der erwähnten Hürden das Publikum ganz gut aufgewärmt hat und meiner Meinung nach einer der Höhepunkte des Abends war...
c) Trotz wirklich imposanter Bühnenpräsenz Cappadonnas und seines DJ’s wurde das Gesamtbild durch den wirklich traurigen Klang, unnötige Pausen in seiner Show und den Mangel an Partyvolk stark getrübt…
Schade eigentlich, denn so sehr sich anscheinend der Veranstalter auch um Werbung und Organisation bemüht hat, durch die oben genannten Handicaps wurde aus einem potentiellen Burner eher ein Grablicht, Wu Flava hin oder her, der berühmte Funke der Begeisterung wollte nicht wirklich springen...

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