Mehr als 8 Stunden Regen sorgten am Samstag für einen besonders leiwanden Start in den 2. Festival-Tag: Hochwasser-Warnung für den Zeltplatz. Die Hoffnungen, dass die vom Wetterbericht für Samstag Mittag prognostizierte Sonne noch irgendwann zum Vorschein kommen würde, waren denkbar gering. Offenbar hatte das Universum aber doch Mitleid und die Hauptbühne konnte für den zweiten Tag tatsächlich reaktiviert werden.
Während die AmStrom-Crew noch im Gemeinschaftszirkel betete, damit das Wetter hält, interviewte Hiphop.at Morlockk Dilemma - hier nachzulesen. Das angekündigte (ohnehin redundante) Message-Diskussionsevent fiel dennoch ins - allerdings nur sprichwörtliche - Wasser, den Breakdance Contest verlegte man nach drinnen.
Die ersten Acts Def:K, L.A.R. und Benedikt Walter, der u.a. vom Linzer Pöbel unterstützt wurde, konnten dann wieder die Hauptbühne entern. Nach dem verregneten Freitag hatte das Publikum einiges an Dampf abzulassen und ging steil. Nomis & Döll, Demolux, Antihelden sowie Ghemon, Frank Siciliano & Mistaman profitierten von der unverbrauchten Crowd. Vor allem als Wiens beliebteste Partykombo PerVers ihr bereits vor einer Woche veröffentlichtes Album „Play you yes not" unter die Leute brachten, gabs kein Halten mehr. Da fällt auch die technische Verzögerung nicht ins Gwicht.
Bevor Alltime-overrated Prinz Pi den Abschluss machte, gab's ein österreichisches Highlight: Gemeinsam mit Phekt präsentierte Kayo sein lang erwartetes Solo-Album „Des sogt eigentlich ois" in traumhafter Atmosphäre (Interview). Besser hätte man den State of the Art des österreichischen Hiphops wohl kaum präsentieren können.
Viel zu verdanken hat die AmStrom-Crew auch dieses Jahr Flowin' Immo, der kein Blatt vor den Mund nahm, aber so zumindest dafür sorgte, dass sich das Publikum „von den technischen Problemen" nicht verarscht fühlte. Ob er ein bisschen auf der Verwendung von Serato herumhackte oder die Verspätung der Acts kritisierte, die Crowd ließ sich nur allzugern ablenken. Dank ihm gibt's auch beinahe das komplette AmStrom-Festival hier auf Video.
Wieder zuhause fiel auf, dass wir wohl einen Zeitsprung hinter uns hatten, denn dem Festival-Bändchen nach zu urteilen, waren wir AmStrom 2010. Nichtsdestotrotz, ein Event mit Atmosphäre, dem man auch die ungünstige Wetterlage und stressgeplagte Mannschaft verzeiht. Hoffen wir auf ein AmStrom 2012. One!
Links
- Am Strom 2011 Doku von Flowin Immo
Die Nachschau zum Freitag gibt's hier.


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